Ein Projekt der Suchtselbsthilfe zum Erfahrungsaustausch und zur Optimierung.
Im Mai 2026 fand eine weitere bundesweite Lotsenschulung statt. Die Schulung wurde auch dieses Mal vom Koordinator des Berliner Lotsennetzwerkes Daniel Georgi und dem Lotsen Johannes Krause angeleitet. Dabei waren auch zukünftige Lotsen*innen aus Mecklenburg-Vorpommern und Berlin, um sich intensiv auf ihre künftigen Tätigkeit vorzubereiten.

In Arbeitsgruppen wurden Fallbespiele bearbeitet und in der Gruppe diskutiert. Themen wie Fremd– und Selbstwahrnehmung, die Durchführung des Erstgespräches und vor allem Abgrenzung waren angesagt. Äußerst wichtig auch der Aspekt das die Tätigkeit nicht nur den „betroffenen Kapitänen“, sondern auch dem Lotsen selbst auf seinem Weg unterstützt. Durch Vorstellungen bei Betroffenen in Einrichtungen und Krankenhäusern wirft man immer wieder auch einen Blick in die eigene Vergangenheit und erinnert so auch für sich selbst die Vorteile suchtmittelfreien Lebens. Also Nutzen auch für den Lotsen*innen auf seinem suchtmittelfreien Lebensweg.
Sehr inspirierend und lehrreich war nach der Mittagspause das Interview von Johannes mit der langjährigen Berliner Lotsin Marion. Sie berichtete von ihrer Erfahrung als Lotsin bei Begleitungen und der Tätigkeit in ihrer Selbsthilfegruppe. Zum Ende fand eine Feedbackrunde statt, in der dann auch die Lotsung von Angehörigen diskutiert wurde. Abschließend möchte ich meinen Dank auch an die Suchthilfestiftung Heidelberg richten, die die bundesweiten Lotsenschulungen unterstützt.
Günter Wittek
Chefredakteur Lotsen-Aktuell